FDP Kreisverband Marburg-Biedenkopf

Nach einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Christenbergs durch Karl Zissel, Fraktionsvorsitzender Marburg, hat man sich in einem gemeinsamen Gedankenaustausch über einige Arbeitsfelder auf eine engere Zusammenarbeit verabredet.

Der Christenberg, ein für den Geopark Waldeck-Frankenberg wichtiger Schwerpunkt für die touristische Entwicklung, spielt in der Diskussion über die überregionale Radwegevernetzung innerhalb der Region eine große Rolle. Der von Erhard Pauly ins Spiel gebrachte Lückenschluss zwischen dem Lahn-Radweg von Koblenz nach Marburg und dem Weser-Radweg von Bad Karlshafen bis nach Cuxhaven dürfe in Zukunft keine Illusion bleiben. Dieser attraktive Lückenschluss mit Eder und Diemel erschließt die Radregion Waldeck-Frankenberg überregional. Genauso wichtig ist eine Verknüpfung mit dem „Ruhr-Eder und Lahn-Radweg“. Radtourismus ist in Zukunft ein wichtiges Segment des Tourismus in unserer Region, sind sich die Liberalen einig.

Ebenso bestand Einigkeit darüber, dass die herausragenden Events wie zum Beispiel das Mountain-Bike-Festival und Skispringen in Willingen, der Edersee-Triathlon, die Heavy-Metal-Konzerte in Bad Arolsen und die Samba-Festivals in Bad Wildungen anziehende touristische Highlights sind.

Karl Zissel berichtete aus der Regionalversammlung Mittelhessen, dass man beabsichtige nach Gesprächen mit den betroffenen Kommunen den Regionalplan am 01.10. dieses Jahres zu verabschieden. Er gehe davon aus, dass dieses fast einstimmig erfolgen wird.

Der Regionalplan Nordhessen wird nach Aussage von Otto Wilke (Kreisbeigeordneter) erst noch einmal offen gelegt werden müssen und danach verabschiedet werden. Dies wird aber einen längerfristigen Zeitraum bis Anfang 2009 in Anspruch nehmen. Hier ist die Diskussion über die Trassenführung einer kreuzungsfreien Bundesfernstraße von Olpe nach Hattenbach noch nicht beendet. Des weiteren müssen die von Kali und Salz geplante Pipeline in die Werra, sowie die Starkstromtrasse von Nord nach Süd durch Nordhessen noch eingebaut werden

Des weiteren wollen die beiden Kreistagfraktionen Druck machen bei dem Ausbau der Bundesstraßen 252 von Lahntal bis Diemelstadt und die B 253 bezüglich Überquerung Sackpfeife, berichtete Adolf Graf (Fraktionsvorsitzender).

Bei dem Thema Wirtschaftsförderung berichtete Siegfried Franke (Wirtschaftsförderer Waldeck-Frankenberg) dass es hier schon Kreis- und Regierungspräsidiumsgrenzen übergreifende Zusammenarbeit gebe, die vor allen Dingen auf der gemeinsamen Leaderregion Burgwald-Ederbergland aufbaut.

Die Zusammenarbeit der Stadtwerke Marburg mit EWF (Energie Waldeck-Frankenberg) im Bereich der DSL-Versorgung soll erweitert werden.
Stefan Fenner (FDP-Kreisvorsitzender Marburg) verwies auf die hervorragende Katalogisierung der erneuerbaren Energien für Marburg-Biedenkopf durch den Landkreis. Für Waldeck-Frankenberg kann dies nach Auffassung des Kreisvorsitzenden Heinrich Heidel eine Beispiel gebende Funktion haben, um den größten Flächenkreis Hessens hier für die Zukunft zu positionieren.

Im Bereich der Dorferneuerung und des Denkmalschutzes wollen die Liberalen aufzeigen, welche Möglichkeiten es in der Region gibt, da man im Zuge des demografischen Wandels vermehrt darauf setzen muss die Ortskerne zu nutzen beziehungsweise umzunutzen, bevor man Neubaugebiete auf der grünen Wiese ausweist.

Die beiden Fraktionen waren sich einig, dass in Zukunft der Wettbewerb um finanzielle Ressourcen in allen Bereichen der Politik zwischen Ballungsräumen und ländlichen Räumen verschärft auftreten wird. Diesem will man gemeinsam entgegentreten, um als Liberale mit einer Stimme für gleiche Lebensbedingungen in allen Regionen unseres Landes einzutreten.

Es wurden noch zwei weitere Punkte angesprochen. Zum einen die Zusammenarbeit im Bereich des Rettungsdienstes über die Kreisgrenzen hinaus. Hier sollen örtliche Probleme gemeinsam abgestellt werden, so das Kreistagsmitglied Herbert Lay. Das gleiche gilt für die Schulstandorte an der Kreisgrenze. Auch hier wurde Zusammenarbeit und Absprache vereinbart