Marburger Liberale wählen neuen Vorstand
"Vor uns steht ein langer und steiniger Weg, aber er führt bergauf!", so gab der frisch gewählte Vorsitzende des Stadtverbandes der Freien Demokratischen Partei (FDP) Stefan Schartner einen Ausblick die Arbeit des Ortsvorstandes. "Mit viel inhaltlicher Arbeit und einem verstärkten Augenmerk auf Bürgernähe wollen wir als Team wieder Vertrauen zurück gewinnen!", so Schartner weiter. “Ich freue mich, einen gesunden Ortsverband übernehmen zu können. Im Gegensatz zum Bundestrend können wir als FDP vor Ort unsere Mitgliederzahlen stabil halten. Hierfür, aber auch für sein enormes Engagement danke ich meinem Vorgänger Jörg Behlen.”
Auf ihrer Mitgliederversammlung wählten die etwa 20 anwesenden Liberalen einen neuen Ortsvorstand: Neben dem Juristen Stefan Schartner (26) gehören ihm der Stadtverordnete und Lehrer Torsten Sawalies und der Sozialarbeiter Christopher Auffermann an. Zur Schatzmeisterin wurde erneut Sabine Ludwig gewählt. Auf den Beisitzerposten konnte wieder eine ausgewogene Mischung zwischen alten und neuen Gesichtern gekürt werden. In alphabetischer Reihenfolge wurden gewählt: Hanke Friedrich Bokelmann (Student), Karin Eisenack (Rentnerin), Julia Ewerdwalbesloh (Studentin), Rouven Kober (wiss. Mitarbeiter), Johanna Müller-Wickenhöfer (Steuerberaterin), Nicolas Leibold (Student, Vorsitzender Junge Liberale), Jeffrey Stuart (Softwareentwickler) sowie Christoph Ditschler (Promotionsstudent) als Europabeauftrager. Wilfried Wüst ist als Vorsitzender der FDP-Fraktion im Stadtparlament geborenes Mitglied im Vorstand.
Ein Beispiel für die inhaltliche Schlagkraft gaben die programmatischen Diskussionen im Anschluss an die Wahl. Insgesamt drei Anträge wurden mit deutlicher Mehrheit angenommen:
Mit überwältigender Mehrheit wurde ein Antrag angenommen, welcher die ausufernden städtischen Beteiligungen an Unternehmen kritisiert. Schartner hierzu: “Hier werden für verdiente rot-grüne Parteifunktionäre bestens bezahlte Pöstchen geschaffen und private Anbieter vom Markt verdrängt. Das trifft insbesondere heimische Gewerbetreibende. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten fordern die Liberalen hier eine Verschärfung des Subsidaritätsprinzips in der HGO.”
Die beiden weiteren Anträge zum aktiven kommunalen Wahlrecht ab 16 und zu einem anonymisierten Bewerbungsverfahren in öffentlichen Institutionen wurden ebenfalls angenommen. Die Antragsteller (Junge Liberale) betonten, die Wichtigkeit eines gerechten Verfahrens zum Schutz einer Minderheit seien sinnvoller, als übertriebene Quotenregelungen.